Galerie Paul Lüdin
Hunziker Max

*6.3.1901 Zürich, †9.9.1976 Zürich.

Maler, Grafiker, Glasmaler, Illustrator. Aufenthalte in Florenz und als Stipendiat Georg Reinharts in Frankreich. Religiöse und symbolische Motive.

Max Hunziker wuchs als Sohn eines Milchmannes in Zürich-Wiedikon auf und konnte – Privileg als jüngstes von zwölf Kindern – das Lehrerseminar in Küsnacht besuchen. Nach Absolvierung der Lehrerausbildung entschloss er sich, Maler zu werden. Es entstanden erste abstrakte Ölgemälde. 1920 ging er nach Florenz, wo ihn die sakrale Kunst beeindruckte und bis 1925 zum Bleiben bewog. Stipendien des Winterthurer Unternehmers und Mäzens Georg Reinhart ermöglichten ihm den Aufenthalt in Frankreich: 1926 Paris, 1927–1931 Südfrankreich (Arles, Saint-Antoine) und 1932–39 wieder Paris, wo er kurze Zeit Lehrer für Wandmalerei an der Académie Ranson war. Hunzikers Vorbilder wurden Paul Cézanne und Georges Rouault. Auseinandersetzung mit der Glasmalerei in Paris, Chartres, Bourges und Le Mans. 1934 Aufenthalt in den Walliser Bergen, die Hunziker immer wieder zu schwerblütigen Kompositionen anregten. 1939 Rückkehr nach Zürich. Bis dahin ausschliesslich Maler (Öl, Tempera, später auch Dispersion) und Grafiker (Handzeichnung, Rasterdruck, Aquatinta, Lithografie), erhielt Hunziker durch den Zürcher Kunsthistoriker Peter Meyer den Auftrag, zum Jubiläumsjahr der Eidgenossenschaft 1941 die Zürcher Standesscheibe für das Rathaus in Schwyz zu schaffen. Diese entstand in Zusammenarbeit mit der Glaserwerkstatt von Karl Ganz. Es folgten weitere öffentliche und private Aufträge für Glasgemälde, immer ausgeführt in Zusammenarbeit mit Karl Ganz. Nach dessen Tod 1970 wandte sich Hunziker wieder vermehrt der nie aufgegebenen Malerei und Grafik zu. Ab 1939 schuf er herausragende Buchillustrationen, unter anderem für die Büchergilde Gutenberg, Zürich. 1976 erhielt Max Hunziker die Auszeichnung für kulturelle Verdienste der Stadt Zürich.

   



Bild: "Trommel" Handätzung Nr. 134/170, 68 x 54 cm




Bild: "Schützende Hand über Wallis" Lithographie Nr. 80/140, 1964, 45 x 57 cm

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